i\'m just killing lately
Na und.

HeyHo.

Carpe Noctem, oder so ähnlich.

Ich habe lange nichts geschrieben. Das lag an vielem. Meine Stimmung schwankt ganz furchtbar und mit ihr auch mein Gewicht. Es wird eine fette Beatrice geben. Na und. Ich werde fett in den Sommer gehen. Na und. Auch werde ich mich kaputt schwitzen in meiner langen Hose und den weiten Pullis. Na und. Natürlich ist mir nichts davon egal. Zwischendurch dachte ich das vielleicht sogar wirklich. Es kam mir vor als würde ich sogar NORMAL essen, NORMAL denken. Doch dem war nicht so. Ich sah dünne Mädchen und ein regelrechter Schmerz durchfuhr mich. Der Druck so auszusehen wie ich es innerlich fühle wird immer größer, mit jedem Bissen den ich schlucke wird mein Hass größer und ich habe das Gefühl zu zerplatzen.

Es sollte eine dünne Beatrice sein, keine fette. Auf dem Klassenfoto sollten sich alle an die Dünne erinnern, nicht an die Fette. Ich bilde mir ein das es andere Dinge in meinem Leben gibt, sogar mit meinem Schatz läuft es besser, der Schulstress ist vorbei, auch die Aufführungen sind beinahe durch, doch immer wieder holt mich die Vergangenheit ein. Ich habe mich damals entschieden mit meiner ES zu leben, weil sie mir halt gab und ich werde weiterhin darauf zurückgreifen. Morgen früh werde ich ins Fitnessstudio gehen, eine Stunde Laufband, eine Stunde Kraft, eine halbe Stunde Stepper. Danach werde ich in die Stadt gehen und für Beatrice Schuhe kaufen, mal schaun ob ich was finde was von meinen Beinen ablenkt, bloß nichts was aufträgt. Wie kam ich eigentlich auf die absurde Idee ich könnte mich auf die Bühne stellen? Na und. Da muss ich jetzt halt durch.

Ich hätte gerade Lust noch einmal in Tanz der Vampire zu gehen. Die Atmosphäre, die Lichter, die Klänge, die vielen Menschen ... Die Überflutung an Reizen lenkt mich ab. Ja das wäre jetzt toll. Den anderen die Arbeit zu überlassen, das kann ich gut, das ist einfach. Zurücklehnen und nichts tun, höchstens essen, ja das kann ich.

Mir geht es gut.

Ich fange wieder an mehr zu schauspielern. Immer öfter werde ich von anderen gefragt wie es mir geht. Immer öfter sage ich 'mir geht es gut', das ist einfach. Niemandem bin ich eine Erklärung schuldig, keiner schaut mich blöd an, aber es fragt auch keiner weiter nach, obwohl mir vermutlich keiner glaubt. Es passiert wieder so viel Scheiße im Moment, dass es sich gar nicht lohnt anzufangen zu erzählen. Meine Familie ist schräg. Meine Schwester hat sich heute gemeldet, nach drei Monaten das erste Mal wieder. Ich habe ihr gesagt ich rufe sie zurück heute abend, ich habe es nicht getan. Na und. Ich habe keine Lust einen Tag mit ihr zu verbringen, einen auf nette kleine Schwester zu machen. Zu sagen Mir geht es gut, zu lächeln und die Probleme Zuhause verdrängen. Ich sitze lieber hier, sehe meinen Eltern dabei zu wie sie sich die Köpfe einschlagen, sehe zu wie mein Vater fast täglich betrunken nach hause kommt und wie meine Mutter in Gedanken ihr Grab schmückt. Na und. Ich mach das schon, ich komme damit klar.

allerliebste Grüße, Amanda

12.6.09 00:39
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


fragile.wings / Website (12.6.09 01:53)
Mh. Das klingt ja garnicht gut, Liebes ):
Aber ich kann dich verstehen.
Es ist schwierig. Zu schwach zum Kämpfen, aber noch schwächer um aufzugeben. Gib nicht auf. Ich wünsch dir eine gute Nacht (:

<3

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